Florian Steglich

 
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Keep calm and make things

Es gab sie ja schon immer, die durchs Dorf getriebenen Säue, üblicherweise bei Abmahnungen, und sie waren nicht selten berechtigt. Aber entweder ist der Ton fundamentalistischer, sind die Anlässe nichtiger oder bin ich ungeduldiger geworden - die Hysterie von Teilen der Blogosphäre geht mir zunehmend auf den Geist. 

Das war zum Beispiel kürzlich so beim »inneren Reichsparteitag« der Moderatorin Müller-Hohenstein, bei dem es Einige nicht unter Naziskandal und öffentlicher Entschuldigung machen wollten, und das war gerade so beim Verschwinden des Blogs »Ctrl-Verlust« von mspro, das er für die FAZ geführt hat (Überblick bei Rivva).

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Kommentare [16]

Der kleine Unterschied.

Der Titel »Nachrichten aus dem Netz«, den eine Rubrik im Feuilleton der »Süddeutschen Zeitung« trägt, passt zu jener Perspektive, mit der viele deutsche Medien noch immer alles betrachten, was im Internet geschieht. »Nachrichten aus dem Netz«, das klingt nach Terra Incognita, das müssen wohl Nachrichten sein, die von sich wagemutig ins Herz der Finsternis vorwagenden Reportern nach Hause gesendet werden; und froh darf man sein an Tagen, an denen es in all den Wirrnissen keine Vermißtenmeldungen oder Übermittlungsschwierigkeiten gegeben hat.

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The Vertical Newspaper.

Früher war alles besser, und in diesem Jahr war früher alles besonders viel besser, scheint’s: Volksparteien, die keine mehr sind, versuchen, die Zeit der Autobauernation zu konservieren, wir müssen wieder diese Atomdiskussion führen, obwohl sich prinzipiell alle recht einig sind, und immer mehr Verleger sind der Meinung, wenn man es sich nur fest genug wünsche, klappe das auch mit diesem Paid Content im Netz.

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